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Typ-I - Bauserie mit nur einem Schiff

MS "Stralsund" (1954)

Reeder & Manager: DSR Rostock | Heimathafen: Rostock

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MS "Stralsund" - einziges Schiff der geplanten Serie Typ-I   | Foto: DSR-Archiv | Repro: ABa, Hamburg

Am 23.12.1954 stellte die Deutsche Seereederei Rostock mit der "Stralsund" ihr erstes Motorschiff, gebaut auf der Mathias-Thesen-Werft Wismar, in Dienst. Mit ihr und den Dampfschiffen ROSTOCK und WISMAR sowie den ab Mitte 1955 in Dienst gestellten Kümo-500 konnte die eigentliche Schifffahrt beginnen. Ein gleichzeitig auf Kiel gelegtes, im Bau befindliches Schwesterschiff wurde jedoch nicht fertiggestellt und noch auf der Helling abgebrochen. Das für den Neubau von Handelsschiffen entwickelte Programm mit zunächst den Typen I, II, III und IV wurde wieder verworfen, die Typen I bis III gestrichen. Möglich, dass die komplette Auslastung der Werft mit den Reparaturen und den Binnenfahrgastschiffen für die SU der Grund für die Planänderung war.
Quellenangaben siehe im Seitenimpressum unten.

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Frachtschiff Typ-I   | Werft-Zeichnung | Quelle: (4) | Repro: ABa, Hamburg

Technische Daten:  
Schiffstyp Stückgutfrachter
Registriernummer IMO 5607755
Bauwerft Mathias-Thesen-Werft Wismar
Baujahr 1954
Objekt-Nummer 100 / später 10000
Rufzeichen DHWE
Baubeginn 02.01.1952
Kiellegung 30.04.1952
Taufe 20.02.1954, wegen Frostpanne erfolgte der
Stapellauf erst am 26.02.1954
Probefahrt 17.10.1954
DSR von - bis 23.12.1954 - 08.02.1957 (gesunken)
Länge über alles 66,8 m
Breite auf Mittelspant 10,3 m
Tiefgang beladen   4,9 m
Dienstgeschwindigkeit 11,5 kn
Tragfähigkeit 1.350 tdw
Vermessung 1.106 BRT / 435 NRT
Hauptmotor 1x 6-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor 6KVD43E
Motorentyp/Hersteller DMR Rostock
Leistung 720 kW (980 PS)
Laderäume/-luken 2 Laderäume / 2 Luken
Besatzung 27 Personen

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Detailansicht MS "Stralsund": Das Backdeck
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Foto: Levermann-Westerholz | Quelle: (5) | Repro: PZ, Bln | Ausschnitt: ABa, Hamburg

MS "Stralsund" im Stadthafen Rostock
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Foto: DSR-Archiv | Repro: ABa, Hamburg zwideblu.gif

Totalverlust
Das Schiff hatte vor der englischen Ostküste, nordöstlich von Scarborough, am 8.2.1957 gegen 16.00 Uhr durch plötzlichen Wassereinbruch und nachfolgendem Verbreiens der Kali-Ladung - die Lenzpumpen versagten - Schlagseite erhalten und sank um 20.10 Uhr. Die 27-köpfige Besatzung ging vorher in die Boote und konnte gerettet werden.
Man munkelte damals, dass das Schiff bei der Ausreise im Hafen von Wismar eine Grundberührung gehabt haben soll, die vom Kapitän entgegen der Dienstvorschrift nicht gemeldet worden sei. Unterwegs wären die Schweißnähte gerissen, und das Wasser hat eindringen können ...
Siehe dazu auch: Seeleute - Dokumentieren - Schiffsverluste der DSR
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Namensgeberin:
Von Erlebnissen an Bord:
Das Schiff als Nach- bzw. Abbildungen:
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Quellen: (1) "Deutsche Seereederei", Verlag Gert Uwe Detlefsen, Bad Segeberg, 1996
(2) "DSR", Götz/Wenzel, Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg, 2004
(3) Seefunk FX Intern e.V. Rostock, DSR-Schiffsdatenbank, 2011
(4) "Bauliste der ... (MTW)", Schriftenreihe Heft 6, SGO e.V. Rostock, 1998
(5) "Schiffe der DSR, Teil II - Postkartenserie 1956-1980", SGO Rostock
(6) "Deutsche Reedereien, Band 23, DSR", AK, Verl. G.U. Detlefsen, B. Segeberg, 2004
Abb.: Herkunft beim jeweiligen Bild angegeben.
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"Typ-I - Bauserie mit nur einem Schiff": Seeleute Rostock e.V., 2011

   

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  15.10.2017  
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