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Seehafen Stralsund / Port of Stralsund

Der Hafen am Tor zur herrlichen Insel Rügen

LuftbildSHS2008.jpg
Das Luftbild von 2008 zeigt den Seehafen Stralsund mit den Brücken nach Rügen und die Schiffbauhalle.
Mit freundlicher Genehmigung der SWS Seehafen Stralsund GmbH, 2011

Der Stralsunder Hafen früher

Für einen ausführlichen Abriss durch die mittelalterliche und die neuzeitliche Geschichte der Stadt Stralsund möchten wir gerne auf die zwei Wikipedia-Artikel Geschichte der Hansestadt Stralsund fremdlink.gif und Stralsund fremdlink.gif verweisen. Zu deren Ergänzung wollen wir hier nur kurz die Entwicklung des Stralsunder Hafens umreißen.

Dem wendischen Fischer- und Fährdorf Stralow, einer alten slawischen Niederlassung am Strelasund aus dem 12. Jh., wurde vor 775 Jahren am 31.10.1234 das Stadtrecht verliehen. Der Handel mit Fellen, Leinwand, Wachs, Butter, Honig, Getreide, Hopfen sowie Bier und somit auch die Schifffahrt entwickelten sich sehr schnell. Stralsund wurde zum Transitpunkt für die Nord-Süd- und Ost-West-Handelsrouten. Der Stralsunder Seehandel erlangte zur Hansezeit seine volle Blüte. Stralsund wurde gemeinsam mit Dänemark zum Kampf gegen die Seeräuber verpflichtet.

Wegen der sehr flachen Zufahrten zum Hafen wurden die Koggen an der Westküste von Hiddensee in Kähne geleichtert. Unmittelbar vor der Stadt legten die Kähne dann an Holzstegen an, und die Güter wurden in die Speicher der Stadt oder auf Stapelplätze vor den Stadtmauern gebracht. Mit der Hafenordnung von 1278 war vorgeschrieben, dass für die Leichterung nur Stralsunder Kähne zu nutzen und dafür Gebühren zu entrichten waren.

Nach dem Verfall der Hanse, während der dänischen und der schwedischen Herrschaft sowie wegen der Verlagerung des Seehandels in die Nordsee geriet der Stralsunder Hafen in eine Art Bedeutungslosigkeit. Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1775-83 aber wurden mehr als 50 Schiffe gebaut und mit Getreide nach Amerika in Fahrt gebracht. Daraufhin wurden die Fahrrinnen bei Barhöft und Hiddensee mit Baggern vertieft.

Im 19. Jh., unter preußischer Herrschaft, kam Industrie nach Stralsund, wurde die Postdampferlinie nach Schweden eröffnet und erfolgte der Bahnanschluss. Wieder wurde Getreide in die USA verschifft - 1863 allein an die 30.000 Scheffel. Um der gestiegenen Bedeutung als Getreideumschlagplatz Rechnung zu tragen, wurden Speicher und Silo im Hafen errichtet.

Die weitere Entwicklung der Hinterlandverbindungen, Fähre - Bahn - Rügendamm, ließ den Verkehr im Hafen so anwachsen, dass die Werft in südliche Richtung verlegt und ein Uferbollwerk gebaut wurde. Das notwendige Erdreich entstammte der Fahrrinne.

1945, nach Ende des II. Weltkriegs, waren die Hafen- und Verkehrsanlagen zumeist zerstört, und etwa 60 Wracks versperrten die Zufahrt. Im Hafen standen nur ein Dampf- und ein Portalkran sowie eine 350 m² große Lagerhalle zur Verfügung. Die damalige Adminstration veranlasste die Inbetriebnahme und den Ausbau auch des Hafens in Stralsund. 1955 schlugen Küstenschiffe mit bis zu 6 m Tiefgang an 12 Liegeplätzen 700.000 t Stückgüter, Briketts, Kali, Zucker, Fisch und Zellulose um. Hafenanlagen und Hinterlandverbindungen wurden gebaut, die spezielle Salzverladeanlage installiert. 1960 schlugen in Stralsund 2.177 Schiffe 850.000 t Ladung um.

karte89stralsund.jpgEnde der 1980er Jahre war der Stralsunder Hafen vorrangig auf die Abfertigung von Nord-/Ostsee-Schiffen mit bis zu 3.000 t Tragfähigkeit und 5,10 m Tiefgang spezialisiert. Von den 15 Liegeplätzen mit einer gesamten Kailänge von 1.500 m wurden sechs (630 m Kailänge) für den Seeumschlag genutzt. Es standen 2.000 m² freie und 3.650 m² gedeckte Lagerflächen, 6 Schuten für 2.700 t, eine spezialisierte Salzumschlaganlage mit 80 t/h sowie fünf Kräne mit 5 bis 10 t für den Umschlag von Metallen, Holz, Steinkohle, Salz, Zellulose, Papier und Kaolin zur Verfügung. Seegehende Binnenschiffe aus bis zu 2.900 km entfernten Ladehäfen im Binnenland der ehemaligen UdSSR zählten zum Hafenbild.

Stralsund war seit jeher Schiffbaustandort und hat über Haff und Bodden Verbindung zum europäischen Binnenwasserstraßennetz.
    


Der Stralsunder Hafen heute

shs-logo.gifIm Stralsunder Hafen ist nach wie vor Betrieb. Auf der Homepage des
heutigen Unternehmens sind die aktuellen Entwicklungen dargestellt:
SWS Seehafen Stralsund GmbH fremdlink.gif 
     Universalhafen mit Tradition - leistungsfähiges Logistikzentrum
 

Technische Daten:  
Positionsangabe 54° 18' N / 13° 05' E
Zur Kartenansicht fremdlink.gif
Zufahrtslängen (ermittelt) Weg 1 - ca. 28 km
Weg 2 - ca. 38 km
Weg 3 - ca. 29 km
Standorte Stadt-, Nord-, Süd- & Frankenhafen
Hafenbeckentiefe 7,50 m
Kailänge gesamt 2.700 m
Liegeplätze 25
Freilagerfläche 50.000 m²
Lagerhallenfläche   3.000 m²
Getreidesilo 30.000 t
Kühlhaus   3.000 m³
Verkehrsanbindungen Gleisanschluss Normalspur,
BAB A20, B 96, B 105, B 194

Quellen: Daten von www.seehafen-stralsund.de fremdlink.gif, Wege von www.stralsundtourismus.de fremdlink.gif


hstport@ge.jpg
Stralsund, links im Bild ist die neue Rügenbrücke erkennbar, vom Volksmund auch "Strelagate" genannt.
Sie ist Deutschlands längste Brücke (Stand 2009) und besteht aus beeindruckenden
71.200 m³ Beton, 7.600 t Betonstahl, 7.400 t Baustahl und 7.100 t Spundwandstahl.
(6)

Ansicht in Google Earth, Bildaufnahmedatum: Sept. 2006 | Screenshot: 02.09.2009


Historische Fotos

Vom Stralsunder Hafen ist gleich das erste Foto "DS Vorwärts (DSU)" dabei:
http://commons.wikimedia.org/wiki/VEB_Deutsche_Seereederei_Rostock fremdlink.gif
(Bundesarchiv Bild 183-08298-0009, Stralsund, Hafen, Indienststellung der "Vorwärts")

Und in der Literatur: Siehe Quellen (3), (4) und (5)slr-p-buecher-ba-i0364.jpg
Foto: "Bücher (Quellen) (4) und (5)", ABa, Hamburg, 12/2014

Mit Motiven vom Hafenbetrieb in Stralsund:
Blick in einen Teil des Stralsunder Hafens - Güterumschlag vom See- ins Binnenschiff - Holzumschlag - Ansicht des Stralsunder Hafens vom Ziegelgraben aus - Die für eine Schiffspassage aufgeklappte Rügendammbrücke - Im Seehafen - Minibulker COSWIG und Binnenmotorgüterschiffe - Getreideumschlag - Hafen- und Stadtbild
Nach Bildbeschreibungen in (3), (4) und (5) | ABa, Hamburg, 2012

slr-ms-condor-01.jpg
Vogel-Framo "Condor" im Seehafen Stralsund (heutiges "Jugendschiff Likedeeler") 
Ablichtung eines Wandfotos auf der "Likedeeler" ex "Condor" von ABa, 2010

slr-ms-artern-01.jpg
Winter im Seehafen Stralsund, Minibulker MS "Artern" am Haken des Schleppers "Gellen" 
Foto: F. H., Rostock | Bilddatei: ABa, Hamburg, 2012


Stralsund auf Ansichtskarten

Hier nun auch die Nennung von Ansichtskarten, von denen es sicherlich viele gibt.

Zum Beispiel mit diesen Motiven: Blick auf den Hafen, 1967 - Am Hafen, 1975 - Blick von der Ziegelgrabenbrücke auf den Hafen, 1988 - Blick vom Rügendamm auf die Stadt, 1989 - Luftbild von der Stralsunder Altstadt mit Blick in Richtung des Hafens, 1992 (?)
Aus der Sammlung von Peter Zintl, Berlin


Der Stralsunder Hafen im Sommer 1989

image011-Str1_1989_nb.jpg
Blick zum Seehafen Stralsund, rechts im Bild der Bugsteven der "Fritz Heckert"

image012-Str2_1989_nb.jpg
Blick zur Stadt

Fotos (2): ABa, Familienurlaub auf Rügen, Tagestour nach Stralsund am 20. Juli 1989, auf der Mole


Neuere Fotos

von Stralsund ...


Wenn Ihr auch mit Wort und/oder Bild zum Thema Seehäfen beitragen wollt, stellt uns bitte Euer Material für eine
Ergänzung unserer Homepage zur Verfügung. Wendet Euch bitte an webmaster@seeleute-rostock.de.


Quellen: (1) Homepage der SWS Seehafen Stralsund GmbH
(2) "Wikipedia, Die freie Enzyklopädie" im Internet
(3) "Seehäfen der Welt", Biebig/Wenzel, 1. Auflage 1989, Transpress Berlin
(4) "Häfen + Schiffe", Herausgeber H. Neukirchen, 1974, Hinstorff Rostock
(5) "Unsere Ostseehäfen", Hein Wenzel, 1977, Brockhaus Leipzig
(6) "ADAC motorwelt", Heft 08/2009, S. 60, ADAC München
Weitere - oben angegeben
Fotos/Grafiken: Oben angegeben
Foto unten: Yuriy Kvach (Ausschnitt aus Panoramio-Foto Nr. 41637091)
Webseite: ABa, 2009-2011

Herzlichen Dank allen Beteiligten und besonders der SWS Seehafen Stralsund GmbH
 für die freundliche Unterstützung sowie auch hier Peter Zintl für sein Material!

"Seehafen Stralsund": Seeleute Rostock e.V., Mai 2009

   

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  15.08.2016  
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