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| SlR.m3h [14.F4]  
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Typ MONSUN

MS "Radebeul"
Das eine DSR-Schiff dieses Typs

Reeder & Manager: DSR Rostock | Heimathafen: Rostock

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MS "Radebeul" - einziges DSR-Schiff der Bauserie MONSUN - in Fahrt
Foto/Repro: DSR-Archiv, Rostock
 
Das Semicontainerschiff MS "Radebeul" aus der Serie MONSUN wurde am 24. August 1984 von der Deutfracht/Seereederei Rostock in Dienst gestellt. Die reine Containerfahrt hatte sich noch nicht durchgesetzt.
Die Bauwerft errichtete 15 Einheiten dieser Baureihe von 1979 bis 1985 vorrangig für internationale Kundschaft. Jedoch fand Einheit 14 keinen Abnehmer, so dass "Schiffscommerz" die Übernahme durch die DSR veranlasste. Einheit 15 wurde zwar für die DSR als "Ruhland" auf Kiel gelegt und vom Stapel gelassen, konnte aber anschließend verkauft werden.
Dieser Volldecker war also noch eines der vielseitig einsetzbaren Schiffe und daher für eine breite Ladungspalette (Stückgut, Schüttgut und Container) geeignet. Das Schiff konnte jedoch bereits eine sehr hohe Anzahl von Containern befördern. Ein rationeller Transport aller Ladungsarten war möglich. Die Umschlagausrüstung war sehr variabel einsetzbar. Die in 1990 neu vermessenen 13.557 BRZ ermöglichten 17.330 Tonnen Ladung.
Die Klasse erlaubte die Fahrt in gering vereisten Gewässern und natürlich den vollen Betrieb in gemäßigten und tropischen Breiten. Auch dieses Schiff erfüllte die Bedingungen zum Befahren des Suez- und des Panamakanals sowie des St.-Lorenz-Stroms.
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Typ MONSUN im Seitenriss   | Grafik/Quelle: DSR-/Schiffstypenkatalog | Repro: ABa, Hamburg
Technische Daten:  
Schiffstyp Stückgutfrachter (Semicontainerschiff)
Bauwerft VEB Warnowwerft Rostock
Baunummer 256
Baujahr 1984
Klassifizierung    KM Ice 1 Aut 24   (Annahme)
Besatzung 32 Personen + 4 Reserve + Lotse
Länge über alles 158,26 m
Länge zwischen den Loten   146,00 m
Größte Breite   23,05 m
Seitenhöhe bis Hauptdeck   13,40 m
Tiefgang beladen   10,18 m
Höchstgeschwindigkeit 18,5 kn
Aktionsradius 15.000 sm
Tragfähigkeit 17.330 tdw
Vermessung 11.730 BRT / 7.294 NRT
Hauptmaschine Ein direkt umsteuerbarer Zweitakt-Achtzylinder-Diesel K8Z70/120E, MAN-Lizenz, gebaut vom DMR (VEB Dieselmotorenwerk Rostock)
Leistung 8.240 kW (11.050 PS)
Drehzahl Langsamläufer
Propeller 1 vierflügeliger Festpropeller, D = ... m
Ruder Halbschwebe-Balance-Ruder mit ... m² Ruderfläche
Dampferzeugung 1 Abgaskessel und 1 ölgefeuerter Hilfskessel
Stromerzeugung 2 Dieselgeneratorsätze SKL 8VD26/20AL-1
1 Dieselgeneratorsatz SKL 8VD26/20AL-1
Installierte Leistung 1.760 kW + 45 kW Notstromversorgung
Bordnetz 380 V, 3 Phasen, 50 Hz
Weitere Anlagen zur Meerwasserentsalzung, Müllverbrennung, biologischen Abwasseraufbereitung,
Laderäume / -luken 4 / 1 (Laderaum I) + 3x 2 (Laderäume II bis IV)
Ladekapazität 23.556 m³ (Stückgut) / 25.665 m³ (Schüttgut)
Ladegeschirr 4x     5/10-t-Ladebäume (Laderäume II und III)
4x   35-t-Schwergutbäume System Velle (Lader. I bis IV)
1x 125-t-Schwergutbaum (durchschwenkbar, Lader. II, III)
Stellplätze für
20-Fuß-Container [TEU]
342 unter / 262 an Deck / ges. 604
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Das DSR-Schiff der Serie:
Schiffsname Registriernr. Baunr. Rufzeichen I.D. A.D. Verbleib (an)
RADEBEUL IMO 8422905 256 Y5BK 24.08.1984 16.05.1995 Industrial Advantage Inc.
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MS "Radebeul" auslaufend Warnemünde
Foto/Repro: DSR-Archiv, Rostock
Das Einschrauben-Frachtschiff mit Wulstbug, langer Back, drei gleichlangen Laderäumen II bis IV, im recht achteren Bereich eingebautem Maschinenraum mit direkt auf den Propeller wirkenden Hauptmotor, darüber liegenden Aufbauten mit integrierter Poop und Spiegelheck hatte zwei durchgehende Decks. Ein Heckwulst erhöhte die Wirkung des Propellers durch eine verbesserte Anströmung. Der voll geschweißte Schiffsrumpf war durch sechs wasserdichte Querschotten in sieben Abschnitte unterteilt: Vorpiek, Laderäume I bis IV, Maschinenraum und Achterpiek.
Die Be- und Entladung erfolgte über hydraulische Faltdeckelluken mit hohem Decköffnungsgrad: Eine mittige für Laderaum I und je zwei nebeneinander liegende für die Laderäume II bis IV. Lukenlängen, Lukenbreiten und die Deckshöhen waren ganzzahlige Vielfache der Abmessungen von Containern für deren optimalen Transport. Der Unterboden und das Zwischendeck in den Laderäumen inklusive den Lukendeckeln waren für Gabelstapler geeignet. Im Bereich der Doppelluken hatte das Schiff ein durchfahrbares Mittellängsschott vom Zwischendeck bis zum Hauptdeck, um ein Übergehen geschütteter Ladung zu verhindern. Die Laderäume konnten be- und entlüftet werden.
Die Kommandobrücke war nunmehr als Rundsichtbrücke ausgeführt und erlaubte mit ihrem Maschinenfahrstand im Ruderhaus einen Betrieb ohne Maschinenwache während der Marsch- sowie auch der Revierfahrt. Der eigentliche und detailliert ausgerüstete Maschinenkontrollraum im Zwischendeck parallel zum Hauptmotor war schallisoliert und klimatisiert. Zwecks Verwaltung, Schriftverkehr, Dokumentation und beratenden Zusammenkünften war ein großes zentrales Büro mit angegliedertem Besprechungsraum vorhanden.
Die Besatzung wohnte in Einzelkammern mit Sanitärraum, Offiziere plus abgeteiltem Schlafraum, Kapitän plus Empfangssalon und Speiseraum, in einem erstmalig vom Maschinenschacht teilweise separat errichteten Deckshaus. Darin befand sich ein feuerfest umschottetes Treppenhaus vom Poop- bis hoch zum Brückendeck. Auf den Lärm- und Brandschutz wurde bei der Entwicklung dieses Schiffstyps besondere Aufmerksamkeit gerichtet. Der Besatzung standen Messen, Tagesräume, Nachtmesse, Sauna, Pool, Hobby- und Sportraum zur Verfügung. Alle Mannschafts-, Gemeinschafts- und Diensträume waren voll klimatisiert.
Alle notwendigen Einrichtungen für die Wirtschaft, die Nautik, den Seefunk, zur Brandbekämpfung und zur Seenotrettung waren selbstverständlich installiert.
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Besonderheiten:
  • 1994 zwischenzeitlich als "DSR/TCA LIVORNO" gelaufen, dann wieder "RADEBEUL"   
Gemeinsame Flaggenwechsel:
  • 18.06.1990 an Deutsche Seereederei Rostock GmbH
  • 1994 an DSR Schiffahrts GmbH Rostock, KR (Korrespondentreeder) Reederei F. Laeisz GmbH
Havarien:
  • Keine bekannten
Schiffsverlust:
  • Ohne
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Schiffsfotos:
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MS "Radebeul" Dezember 1987 im NOK
Foto/Sammlung: Norbert Pilz, Kronshagen
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MS "Radebeul" 1988 irgendwo in Asien
Foto/Sammlung/Repro: Konrad Völkel, Zwickau
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Noch zum Verbleib des Schiffs:

1984 RADEBEUL / 1994 DSR/TCA LIVORNO / 1994 RADEBEUL - 1995 INDUSTRIAL AVANTAGE - 2001 AVANTAGE - 2002 FRATZIS M - 2003 TRUBEZH - 2004 in Fahrt - TERRISHA - Nov. 2010 Abbruch in Alang (von Pan Seas Shipping Co. (Beirut) für 3,08 Mio. $ (435 $/ldt) nach Indien)
Die letzte Fahrt der "Radebeul" - Sächsische Zeitung fremdlink.gif vom 14.01.2011

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Quellen: (1) "Jahrbuch der Schiffahrt", "transpress" Verlag für Verkehrswesen, Berlin, 1981
(2) "Vom Kutter zum Containerschiff", Neumann/Strobel, Verlag Technik, Berlin, 1981
(3) "DSR - Deutsche Seereederei Rostock", Götz/Wenzel, Koehler, Hamburg, 2004
(4) "Deutsche Reedereien, Band 23, DSR", AK, Verl. G.U. Detlefsen, B. Segeberg, 2004
(5) IMO-Nummer von RADEBEUL - ShipSpotting fremdlink.gif, 2012
(6) Abbruchdaten von Monsun_(Schiffstyp) - Wikipedia fremdlink.gif, 2012,
     und aus THB via S. Melcher im Gästebuch @ seeleute.de, 2011
Abbildungen: Herkunft oben jeweils angegeben
Herzlichen Dank allen Beteiligten für die freundliche Unterstützung!
Wir freuen uns auf eure Zusendungen zum Thema MONSUN/"Radebeul" an unseren webmaster emaillink.gif!

"Typ MONSUN": Seeleute Rostock e.V., Okt. 2012

   

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  02.02.2015  
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