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2017 - 60 Jahre Typ IV

Berichte von Bord unseres Museumschiffs DRESDEN vom Typ IV

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GEORG BÜCHNER

Ein Schiff taucht wieder auf

Ausstellung geht mit einem Aktionstag in die Verlängerung


MS "Georg Büchner" - Lehr- und Frachtschiff der DSR
Foto/Repro: Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock, 2017
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Aktionstag zur BÜCHNER-Ausstellung

Nach wie vor steht die Ausstellung „GEORG BÜCHNER - Ein Schiff taucht wieder auf“ auf dem Traditionsschiff im Mittelpunkt des Besucherinteresses. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage wurde die Ausstellung nun bis zum 5. März verlängert.

Am 22. Januar veranstaltete das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum einen Aktionstag rund um die BÜCHNER. Zwischen 13.00 und 16.00 Uhr waren alle Interessenten und vor allem "Ehemalige" eingeladen, sich die inzwischen um zahlreiche Exponate erweiterte Ausstellung anzuschauen und weitere Angebote zum Thema zu nutzen. - SSMR, 12.01.2017

midi/slr-he39a-gbuechner-bild.jpgNatürlich erhofften sich die Museumsmitarbeiter noch weitere interessante Geschichten oder Exponate für die Ausstellung, wollten aber auch allen eine Möglichkeit der Begegnung und des Austausches geben, die sich über die Jahre aus den Augen verloren haben. Und es war ein Andrang!

Der Tag begann mit einer Führung durch die tolle Ausstellung. Anschließend war Kerstin Schröder, Autorin des Buches "GEORG BÜCHNER - Vom Stapellauf bis zum Untergang" zu Gast und hat gerne das Buch signiert, das noch zum Jahresende 2016 in erweiterter Nachauflage erschienen ist. Das Buch war für 12,50 Euro zu haben. Dann flimmerte ein Schmalfilm über die Leinwand, den ein "Büchnerianer" zur Verfügung gestellt hatte. Dabei sorgte eine von der Sonne aufgeheizte Steinbank in Havanna für einen beherzten Lacher aller Zuschauer, die sonst ganz fasziniert den Bildern folgten. Wir waren gemeinsam alle wieder mit der BÜCHNER unterwegs und auf Kuba!

Wer sich mit seinen Mitstreitern von damals unterhalten wollte, konnte dieses bei einem Kaffee oder einem Bier in der Offiziersmesse tun, die an diesem Tage geöffnet hat. Das Museum hatte außerdem eine kleine Tombola mit attraktiven Preisen vorbereitet. Freier Eintritt galt an diesem Tag für alle, die durch Seefahrtsbuch, Lehrlingszeugnis, Dienstausweis o. ä. nachweisen konnten, dass sie mit der GEORG BÜCHNER verbunden sind.

Nach: Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock / Zeichnung: Jochen Bertholdt, Rostock

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Eindrücke vom Aktionstag am 22.01.2017

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Fotos: Andreas Basedow, Hamburg, EMdV

   

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Neujahrsempfang

Am 2.2.2017 gab es auf dem "Tradi" den Neujahrempfang, zu dem alle Förderer und Vertreter der an Bord tätigen Vereine sowie Vertreter der IHK, der Stadt und anderer wichtiger Institutionen geladen waren. Über die Zukunft des Tradis wurde keine neue Aussage gemacht. Es wurde nur erwähnt, dass unser Verein und die DSR in diesem Jahr Jubiläen feiern. Beim üppigen Buffet in der O-Messe/Veranda war anschließend Zeit für Gespräche untereinander. Ein sehr interessanter Nachmittag.
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Im Hintergrund die Ausstellung "Der Riesenkalmar Architeuthis - geheimnisvoller Gigant der Tiefsee" des Deutschen Tintenfisch-Archivs mit der sieben Meter langen Darstellung eines Riesenkalmars, die auf Basis aktueller meereszoologischer Daten und speziell für diese Ausstellung als maßstabgerechter Größenvergleich geschaffen wurde. Diese Ausstellung ist bis zum 2. April 2017 zu sehen.
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Fotos: Reinhard Lachs, Rostock, MdV

   

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"Rostock maritim: Rückblick - Einblick - Ausblick"

 Sonderausstellung vom 16. März 2017 bis 21. Mai 2017

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Zur Eröffnung der Ausstellung am 16.3.2017 16.00 Uhr waren wir auf der DRESDEN (Traditionsschiff Typ Frieden) dabei. Wir verfolgten interessante Vorträge zur Einführung in die Sonderschau:
  • Frau Karina Jens, Vorsitzende des Aufsichtsrats IGA Rostock 2003 GmbH: Begrüßung --- ...
  • Herr Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung MV: Maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern --- Sie steht gar nicht mal so schlecht da, besonders in Rostock.
  • Herr Dr. Wolfgang Nitzsche, Präsident der Bürgerschaft: Von Hanse Sail bis Hansa Rostock. Rostocks maritime Seite --- Alles Hanse, oder was? ;-) Ja, wir besinnen uns in Europa auch wieder intensiver auf diese unsere alte internationale Geschichte.
  • Herr Prof. Dr.-Ing. Martin-Christoph Wanner, Leiter Fraunhofer-Anwendungszentrum: Ausblick - die Zukunft des Schiffbaus an der Ostseeküste --- "Industrie 4.0", die vierte technische Revolution (der Werker im Einklang mit künstlicher Intelligenz und virtueller Realität) wird auch in unseren Werften Einzug halten und die effektive Arbeit am Schiff von derzeit unglaublichen nur 22% (!) merklich anheben.
  • Frau Dr. Kathrin Möller, Leiterin Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock: Rückblick - von einfallsreichen Seefahrern und Schiffbauern in den vergangenen 150 Jahren --- "Das holen wir zu gegebenem Zeitpunkt nach." Perfekt, denn das Programm begann etwas verspätet, und die spannenden Vorträge zuvor brauchten doch ihre Zeit.

Neugierig begaben wir uns dann auf einen Rundgang durch die Ausstellung und zu Gesprächen bei einem Glas Sekt. Wobei letzteres natürlich nicht zwingend war, denn der Kai vor dem Schiff war mit Autos wirklich zugeparkt.

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Fotos: Reinhard Lachs, Rostock, MdV; Andreas Basedow, Hamburg, EMdV

   

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Internationaler Museumstag 21. Mai 201

SPURENSUCHE. MUT ZUR VERANTWORTUNG

auf dem Traditionsschiff 10.00-17.00 Uhr

  • 10.30-11.00 Uhr: Kinderführung „Mit dem Klabautermann im Bauch des Traditionsschiffes“ (Treffpunkt: Foyer)
  • 11.15-11.45 Uhr: Ausstellungsrundgang in der Sonderausstellung „Rostock Maritim“ (Treffpunkt: Foyer)
  • 11.45-12.30 Uhr: Filme aus der Hochseefischerei (Konferenzraum)
  • 12.30-13.00 Uhr: Spezialführung: „Wie Exponate ins Museum kamen“ (Treffpunkt: Foyer)
  • 13.00-13.30 Uhr: Kinderführung „Mit dem Klabautermann im Bauch des Traditionsschiffes“ (Treffpunkt: Foyer)
  • 13.45-14.15 Uhr: Filme aus der Hochseefischerei (Konferenzraum)
  • 14.30-15.30 Uhr: Graphic Novel „Kennst Du Klaus Störtebeker?“ Zeichner und Illustrator Till Lenecke, Münster (Konferenzraum)
  • 15.00-15.30 Uhr: Spezialführung: Aus der Geschichte der Rostocker Hochseefischerei“ (Treffpunkt: Foyer)
Ständige Angebote:
Schiffsantriebe nah gesehen, Maritimer Basteltisch, Funken und Morsen, Führungen über das Schiff, Fahren mit ferngesteuerten Schiffsmodellen, Maritimer Büchertisch, Seile herstellen und Schmieden auf der Bootswerft, Familiencafè in der Offiziersmesse

   

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"Tradi-App"

Eine App für das Schiff:

Authentische Orte -- authentische Erinnerungen - Seeleute erzählen

Verein Seeleute Rostock e.V. unterstützt Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock

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Unsere Vereinsmitglieder W. Hahn, B. Höfner, R. Lachs, M. Mäge, G. Marx, D. Pevestorf und U. v. Rahden haben an den Dreharbeiten für das App-Projekt mitgearbeitet. Fertigstellung soll bis zum Jubiläumstreffen 30.09. 2017 erfolgen.
Gesucht werden noch Bildmaterial vom Bordleben auf den Typ IV-Schiffen (Fotos, Urkunden, Dokumente ...).
Kontakt: SSM Rostock, Frau Dr. Kathrin Möller, Tel. 0381-12831360, kathrin.moeller (ät) iga2003.de

   

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Museumsgeburtstag / Tage der Industriekultur am Wasser

am 17./18. Juni 2017

Vor 47 Jahren, am 13. Juni 1970, wurde das "Schiffbaumuseum Rostock" eröffnet. Alljährlich lädt das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum auf dem Traditionsschiff Gäste ein, um diesen denkwürdigen Tag zu feiern. Für den diesjährigen Geburtstag, der am 17. Juni gefeiert wird, hat die Museumscrew ein besonderes Programm zusammengestellt.

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Um 11.00 Uhr wurde die neue Sonderausstellung "Willst Du mit mir segeln gehen?" eröffnet.

In der "All-hands-on-deck"-Ausstellung können Kinder ab 8 Jahren erleben, was das Segeln auf Yacht und Jolle ausmacht. Sie entstand auf Initiative des Flensburger Schifffahrtsmuseums unter Einbeziehung mehrerer norddeutscher Museen in Kooperation mit dem Kinderkulturbüro e.V. und steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Segler-Verbandes Dr. Andreas Lochbrunner. Welt- und Europameister Jörn Borowski hat einige Sachen aus seiner aktiven Zeit erzählt. Die Vielfalt des Segelsports wird an verschiedenen Mitmachstationen gezeigt. Kleine und große Besucher lernen, was zur Vorbereitung eines Segeltörns gehört, probieren eine Winsch aus und erfahren, wie es damals vor 150 Jahren begann, dass man "nur so zum Spaß" mit Booten von Küste zu Küste fuhr.

Um 13.00 Uhr kommen die Kleinen noch einmal auf ihre Kosten, wenn zu einer Kinderführung "Mit dem Klabautermann im Bauch des Traditionsschiffes" eingeladen wird.

Um 14.00 Uhr stellt Autor Jochen von Fircks sein Buch "Wikingerschiffe" vor und führt in das Thema ein. Eine Stunde später steht die Sonderführung "Von hölzernen Segelschiffen und eisernen Seeleuten" auf dem Programm, die in die Zeit der Segelschifffahrt entführt.

Außerdem besteht den Tag über die Möglichkeit zur Besichtigung des Traditionsschiffes MS DRESDEN, des Schwimmkrans LANGER HEINRICH und des Betonschiffes CAPELLA. Bei Bedarf bieten die Museumsmitarbeiter Führungen an.

Für besonders Technikinteressierte werden in der Maschinenausstellung in der Stauung unter dem Motto "Dampfmaschinen, Schaufelräder und Motoren" Schiffsantriebe in Funktion vorgeführt. Diese Programmpunkte sind auch ein Beitrag zu den zeitgleich überregional in den norddeutschen Bundesländern stattfindenden "Tagen der Industriekultur am Wasser".

Außerdem kann man den gesamten Tag über am "Miniport" mit ferngesteuerten Schiffsmodellen fahren, auf einem reichhaltigen Büchertisch nach Herzenslust nach literarischen Schnäppchen stöbern sowie auf der Bootswerft Seile herstellen und schmieden.

In der Offiziersmesse hat ein Familiencafé geöffnet.
   

Am Sonntag, dem 18. Juni, bestand neben der Besichtigung des Traditionsschiffes MS DRESDEN, des Schwimmkrans LANGER HEINRICH und des Betonschiffes CAPELLA die Möglichkeit zum Fahren mit ferngesteuerten Schiffsmodellen, zum Seile herstellen und Schmieden auf der Bootswerft sowie der Maritime Büchertisch. - Das Familiencafé in der Offiziersmesse war ebenfalls geöffnet.
   
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Fotos (8): Reinhard Lachs, Rostock, 2017, MdV
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Fotos (4): Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock, 2017
Selber machen ist gefragt! - Segeln lernen im Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock

Derzeit können Besucher des Traditionsschiff DRESDEN die Sonderausstellung "Willst du mit mir segeln gehen?" erleben. Die Schau ist eine Mitmachausstellung, die sich ausdrücklich (auch) an Kinder richtet. An acht bunten Stationen wird das Thema Segeln gestern und heute gezeigt. Selbst Ausprobieren ist hier ausdrücklich erwünscht!

Auch das Begleitprogramm kann sich sehen lassen: Gemeinsam mit dem Förderverein Jugendschiff Likedeeler können die Besucher gegen eine Spende selbst die Segel setzen. Abgelegt wird an der historischen Bootswerft des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum an folgenden Terminen: 27.07.2017 um 9 Uhr, 04.08.2017 um 10.30 Uhr sowie 14 Uhr, 29.08. um 14 Uhr und 01.09. um 10.30 Uhr.

Und wer schon immer mal den Bootsführerschein machen wollte, bekommt an Bord der DRESDEN ebenfalls Gelegenheit dazu. Vom 31.07. bis zum 04.08.2017 findet dort ein einwöchiger Kurs und vom 25.08. bis zum 27.08.2017 ein Wochenend-Kurs durch die Baltic Windsportschule statt.

Nähere Informationen sind erhältlich über schifffahrtsmuseum@iga2003.de oder telefonisch unter 0381/12831364. Dort können sich Interessenten auch verbindlich anmelden.

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Fotos (3): Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock, 2017
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Veranstaltungen und Zeiten unter: www.schifffahrtsmuseum-rostock.de fremdlink.gif
Mündliche Nachfragen bitte unter: 0381-12831-365
Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock · IGA Rostock 2003 GmbH

 

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"Warminner Tweismaker"

Auf der Historischen Bootswerft im IGA-Park entsteht die Warnemünder Jolle neu

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Eine Impression von den Arbeiten / Foto: Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock, 4.6.2017

Im 19. Jahrhundert waren die Warnemünder Volljollen, auch "Tweismaker" genannt, die typischen Segelschiffe der Küstenfischerei. Dann lösten die motorisierten Kutter die Segelboote ab. Aber noch bis in den 1930er Jahren segelte die Warnemünder Tweismaker-Flotte bei der Warnemünder Woche ihre Rennen. Den Untergang der Arbeits-Jollentradition konnte das aber nicht verhindern. Heute gibt es kein noch so schlecht erhaltenes Exemplar und auch keinen Nachbau. Und schlimmer: Die Bootsbauer der Vergangenheit fertigten nicht nach Zeichnung. Sie arbeiteten auf der Grundlage von Mindestangaben und nutzten den Schatz ihrer Arbeitserfahrungen, wenn sie diese Boote auf Kiel legten. Risse oder Zeichnungen aus der Zeit gibt es kaum. Übrig geblieben sind einzelne Fotos, Beschreibungen der Bootsarchitektur aus der Erinnerung und vom Hörensagen. Details der Verarbeitung der Materialien sind vergessen.
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Historisches Foto: Warnemünder Jolle im Alten Strom von Warnemünde / Quelle: Heimatmuseum Warnemünde
Eine Gruppe von Bootsbauern und Segelfreunden wird nun die einst für die Warnow so typische Jolle wieder neu entstehen lassen. Aus Anlass des 800. Geburtstages der Stadt Rostock im Jahr 2018 bauen Paul Brümmer, Kristian Brümmer, Heribert Hartlieb und Uwe Ahlgrimm die Volljolle nach traditioneller Bootsbaumethode.
Der Bau der Jolle wird ca. 30.000 € kosten. Bisher fördern die WG Schiffahrt/Hafen (mit 10.000 €) und die Hansestadt Rostock (mit 5.000 €) das Projekt. Weitere Förderer werden noch gesucht. Auch Helfer für den Bootsbau sind herzlich willkommen.

Feierliche Kiellegung Tweismaker am 22.6.2017


Kurzfilm (5:02): Dieter Pevestorf, Rostock, MdV

Am 11. Oktober 2017 werden die "Mallspanten gestellt"

Mallspanten dienen der Formgebung des Bootes und werden aus der fertigen Rumpfschale wieder entfernt. Aus diesem Grund bezeichnet man sie auch als provisorische Spanten oder Hilfsspanten. Wer den Bootsbauern am 11. Oktober über die Schulter schauen möchte, sollte von 11 bis 14 Uhr auf die Bootswerft gleich neben dem Traditionsschiff kommen.

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H. Hartleib, U. Ahlgrimm, P. u. K. Brümmer mit dem Kiel der Warnemünder Jolle / Foto: Schifffahrtsmuseum Rostock
Das Bootsbauunternehmen als Projekt des Förderkreises für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock e.V. wird von der WG Schiffahrt/Hafen, der OSPA-Stiftung, der Hansestadt Rostock und Satori & Berger unterstützt.
Kontakte: Dr. Kathrin Möller
Leiterin Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock
Tel.: 0381-12831 360, kathrin.moeller (ät) iga2003.de

Uwe Ahlgrimm
Förderkreis für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock e.V.
uwe.ahlgrimm (ät) gmx.de

 

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"Mensch & Maschine"

Kunstausstellung im Maschinenraum des Traditionsschiffes MS DRESDEN

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Schüler der Rövershäger Europaschule besuchten Anfang April 2017 das Traditionsschiff in Rostock-Schmarl. Ihr Interesse galt dem Maschinenraum, dem "Herzen" des legendären Typ-IV-Frachters. Aus den Schilderungen der ehemaligen Fahrensleute Reinhard Lachs und Dieter Pevestorf (MdVs) über das Arbeiten und Leben an Bord erhielten die Eindrücke von den Elftklässlern nunmehr eine künstlerische Darstellung.
Die Idee zum Projekt "Mensch und Maschine" kam von der Kunstlehrerin der Europaschule Grit Schörner zusammen mit Dr. Kathrin Möller, Leiterin des Schiffbau- und Schifffahrts- museums Rostock.

Es war am 17. Juli eine bisher einmalige und beeindruckende Vernissage inmitten sachlicher Maschinentechnik.

Reinhard Lachs gefällt das Bild von Thekla besonders gut. Die Schülerin will den Menschen als Maschine in der Natur zeigen. Für Reinhard stellt sich der Dschungel als Abbild der vielen Rohrleitungen, Ventile und Aggregate dar.
Dieter Pevestorf findet das Porträt eines Maschinenassistenten von Toni ausdrucksstark. Jedes Besatzungsmitglied musste wie ein Uhrwerk funktionieren, und das unverzichtbare Schweißtuch am Kopf stand für schwere körperliche Arbeit auf den alten Frachtern ohne Klimaanlage.
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Ein Besuch lohnt sich!
Schiffbau- und Schifffahrtmuseum Rostock
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 - 18.00 UhrDieter Pevestorf, Rostock
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Vom ersten Lokaltermin am 3. April 2017:
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Von der Vernissage am 17. Juli 2017:
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Fotos: SSMR, Reinhard Lachs, Dieter Pevestorf, Rostock, 2017

 

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Fotos: Jeweils oben mitgegeben.
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"2017 - 60 Jahre Typ IV": Seeleute Rostock e.V., Januar 2017

   

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  06.10.2017  
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