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Hans-Jürgen Mathy, Schwerin

..dann waren es nur noch zwei..

Unser Internet-Kurztitel: Plötzlich fehlte einer ... 


Im Indik
Ein Foto der zwei Elektriker und des E-Ing.s auf der „Leipzig“ (vgl. Typ-IV), 1974 südlich von Réunion, in der Mittagspause. Am nächsten Tag fehlte der junge Mann in der Mitte.

Was war geschehen? Wir haben in der Kammer des E-Ing.s eine Klimaanlage installiert – Vorhaben höchster Dringlichkeit. Die wurde dann abends begossen. Am nächsten Morgen fehlte ein Elektriker, zu Arbeitsbeginn. Eine komplexe Suche blieb ohne Ergebnis. Wir gingen auf Gegenkurs und suchten den ganzen Tag - leider ohne Ergebnis. Der letzte Gruß mit den zwei Rettungsringen verdeutlicht, wie schwer es in dieser See ist, einen Menschen zu finden. Die Ringe sind, obwohl sehr auffällig, nur mit Zoom zu sehen. Viele Befragungen, auch seitens der Kripo in Rostock, erfolgten. Ein Badelatschen lag oben neben der Bank, an Luk 5. Vermutlich hat er sich übergeben müssen. Ist auf die Reeling gestiegen und bei Rollbewegung des Schiffes außenbords gegangen.

Eine traurige Geschichte, aber auch das war Seefahrt.

Die E-Leute 1974 auf der "Leipzig" während einer Mittagspause

Die zwei Rettungsringe im Indischen Ozean (Bewege die Maus über das Foto zum Vergrößern.)

Großen Dank an Hans-Jürgen Mathy für seine traurige Story und die Fotos.


1975

Pulau Weh
Die LEIPZIG war wieder mal auf Ausreise nach Asien, und an der Nordspitze von Sumatra trafen wir auf die FRIEDEN, die nach sechs Monaten Reisezeit zur Heimfahrt schon echt auf dem Trockenen lief. Mit unserem "Ruckswilli", dem Rettungsboot mit Handantrieb der Schraube, brachten wir Ersatzteile, Filme und Getränke rüber zu unserem Schwesterschiff, zum Typschiff der Schiffsserie. Zum Glück war gutes Wetter und ruhige See, so dass diese Aktion eine willkommene Abwechslung im Bordalltag war. Im Anschluss, wir waren noch gar nicht wieder an unserer LEIPZIG angekommen, da nahm die FIEDEN schon wieder volle Fahrt auf. Aber die akustische Verabschiedung mittels der Typhons beider Schiffe war schon ein Ohrenschmaus!
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Derweil ich mit dem Ruckswilli unterwegs war, fotografierte meine damals mitreisende Ehefrau.
 
Vietnam
Wenige Etmale darauf erreichten wir Haiphong. Nach üblicher Liegezeit auf Außenreede (Nähe Halong-Bucht) und Flussreede kamen wir endlich in den Hafen, an einen dieser damals noch Holzstege am nagerfreundlichen Mekong-Ufer. Trotz eingeschlossener Fotoapparate schaffte ich es doch, die Szenerie im Bild festzuhalten. Ich hatte eben zwei Fotoapparate dabei - den defekten gab ich zum Einschließen ab. Leider habe ich in Haiphong dann vieles, nur nicht den Seemannsclub "Antonio" beim Hafentor fotografiert.
Im Hintergrund auf folgendem Bild, flussaufwärts, ist die alte Portland-Zementfabrik zu sehen. Es gelang mir auch, einen alten Stadtplan von Haiphong noch aus der Franzosenzeit aufzutreiben.
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Auch solche Fotos bzw. Ansichten lassen sich größer klicken.
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China
Auch im später nachfolgenden Shanghai in China schaffte ich es mit meinem Trick entgegen des Verschlusses der Fotoapparate, eine Hafen-Szene und etwas mehr im Bild festzuhalten. Heimische Ansichtskarten vom Bund aus der Sicht des "Broadway Mansions" am Tage und in der Nacht wurden mein eigen. Diese zeigen meiner Meinung nach den Seemannsclub in Shanghai in den 1970ern, vor dessen Schaufenstern ich meine damals mitreisende Ehefrau ablichtete. Und eine Automesse war auf unserem Besuchsplan, auf der unsere Mädels typisches Cabriofahren zelebrierten.
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Fotos/Ansichtskarten/Sammlung: Hans-Jürgen Mathy, Schwerin


"Plötzlich fehlte einer ...": Seeleute Rostock e.V., März 2011

   

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  26.02.2020  
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