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Glocke, IGA & Geschichten

Von Begebenheiten auf dem "Tradi" aus den Jahren 1999 bis 2005

Schiffsglocke  |  30. Geburtstag  |  TRADI & IGA 2003  |  Museumsnacht 2005

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Schiffsglocke

auf dem "Traditionsschiff Typ FRIEDEN"

Zur Geschichte der Schiffsglocken

Glocken waren schon seit dem 1. Jahrtausend v. u. Zeit in Ostasien bekannt und sind seit dem 6. Jahrhundert in Europa nachweisbar. Sie fanden dann später in der Seefahrt Eingang und dienten als allgemeines Signalelement auf den Schiffen. Seit dem 16. Jahrhundert ist die Schiffsglocke unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Schiffes ... und sie ist es auch heute noch - trotz allen modernsten Einrichtungen und Ausrüstungen. Entsprechend der Schiffsgröße ist die Größe der Glocke vorgeschrieben.

Als Verwendungszweck seien hier genannt: 

  • Bis zur Erfindung der Uhr wurde durch das "Glasen" Zeit- und Wachrhythmus an Bord bekannt gegeben.
  • Beim Ankern des Schiffes werden durch Anschlagen der Glocke die ausgesteckten Längen der Ankerkette angezeigt.
  • Bei verminderter Sicht und Nebel müssen die Schiffe, die vor Anker liegen oder auf Grund festsitzen, durch Läuten der Schiffsglocke in festgelegten Zeitintervallen den nähernden Schiffen ihren Standort anzeigen.

Eine neue Glocke für das Traditionsschiff!

Wann und warum die Schiffsglocke des Traditionsschiffes - ehem. MS "Dresden" - vor einigen Jahren verschwand, kann heute niemand mehr nachvollziehen. Als maritimes Denkmal, das 1970 seinen Liegeplatz am Schmarler Ufer in Rostock erhielt, ist das Traditionsschiff vom Typ Frieden noch heute Anziehungspunkt für neugierige Landratten und natürlich auch für ehemalige Fahrensleute. Bisher mussten allerdings die Besucher auf einen typisch maritimen Ausrüstungsgegenstand - die Glocke - verzichten. Dabei ist es eine Tatsache, dass eher die Schiffsglocken die Vergangenheit überdauern als ihre Schiffe selbst. Hier aber könnte beides der Nachwelt erhalten bleiben.
  
Scheck.JPGAngelika May vom DSR Seeleute e.V. übergibt an Hans-Jürgen Mathy vom Typ-IV-Fahrensleute-Verein Rostock einen symbolischen Scheck über 150,00 DM für den Neuguss der Schiffsglocke des Traditionsschiffes (ehem. MS "Dresden").

Vor allem die Mitglieder des Vereins der Typ IV-Fahrensleute e.V. und das Schifffahrtsmuseum Rostock setzten sich dafür ein, dass das Traditionsschiff wieder zu seiner Glocke kommen sollte. Eigene Spenden, aber auch Beiträge vom Förderverein der Kapitäne und Schiffsoffiziere, dem DSR-Seeleute-Verein in Freiberg, der Deutschen Telekom und weiteren Sponsoren trugen dazu bei, dass die Herstellung einer neuen Glocke in Auftrag gegeben werden konnte.

Das Traditionsschiff hat wieder seine Schiffsglocke

mit dessen eingeprägtem eigentlichen Schiffsnamen "Dresden" - nicht "Frieden"!

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Zum 4. Jahrestreffen der Typ IV-Fahrer am 3. Oktober 1999 wurde nun die neue Schiffsglocke an ihrem angestammten Platz auf der Back über dem Ankerspill enthüllt.
 
Selbstverständlich kam Kapitän Alfred Kaiser († 2001) die Ehre zuteil, das "erste neue" Glasen zu schlagen.
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Klicke hier für den Klang seines Glasens!

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Beitrag, Fotos: Typ IV-Fahrensleute e.V. Rostock, 1999/2000
Ergänzende Fotos und Ton: Seeleute Rostock e.V., 2012
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"Schiffsglocke": Seeleute Rostock e.V., 2009

   

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30. Geburtstag

als TRADITIONSSCHIFF TYP FRIEDEN

Schaukasten des Typ IV-Vereins:

Reinhard Lachs bei einem letzten kritischen Blick im Foyer des Traditionsschiffs
Die neue Stimme des Traditionsschiffs:
  

Aus Spendenmitteln von ehemaligen DSR-Seeleuten, Mitgliedern des Typ-IV-Vereins und interessierten Freunden wurde das Typhon beschafft und funktionsfähig gemacht.

Während der Feierstunde am 17. Juni 2000 im neu hergerichteten Foyer:

Herr Jantzen, Vorsitzender des Fördervereines des Traditionsschiffs bedankt sich bei Hans-Jürgen Mathy für die Werterhaltungsarbeiten am Schiff und für die Unterstützung des Typ-IV-Vereins.

 

Mitglieder des Typ-IV-Vereins in gemütlicher Runde während des Geburtstagstanzabends. Vertreter des Schifffahrtsmuseums waren nicht an Bord.

18. Juni 2000, Talkrunde an Deck des Traditionsschiffs, Thema:

Was wird aus dem "Tradi"?

Leider war unsere Vision, das Traditionsschiff in die künftige Museumsmeile der Neptun-Werft zu verholen, erst einmal in weite Ferne gerückt.
Aber wir geben nicht auf und bitten alle, unser Vorhaben weiterhin zu unterstützen!

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Beitrag, Fotos: Typ IV-Fahrensleute e.V. Rostock, 2000 zwideblu.gif
"30. Geburtstag": Seeleute Rostock e.V., 2009

   

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TRADI & IGA 2003

Fotos und Bericht

Erste Eindrücke aus der neuen O-Messe und vom IGA-Liegeplatz
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Keine Tischdecken, keine Gardinen, keine Fotos. Nichts mehr erinnerte an die schönen Zeiten von Manni und seinem Team in der Gaststätte "mit der gehobenen Gastronomie".
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Fotos: Vereinsarchiv (G. Franz, R. Lachs)

Zur IGA 2003

Typ IV-Fahrensleute, das Traditionsschiff und die IGA

Während der Internationalen Gartenbauausstellung 2003 in Rostock (IGA 2003) waren die Typ IV-Fahrensleute auf dem Traditionsschiff mit einigen Mitgliedern im ehrenamtlichen Einsatz. Die Idee, den Gästen der IGA das Traditionsschiff zu erklären, über die Lebensweise der DSR-Seeleute zu berichten und auch eigene Erlebnisse während der Seefahrtszeit zu erzählen, kam bei der IGA-Geschäftsführung gut an.

Unsere sechs freiwilligen Schiffserklärer bekamen eine Dauereintrittskarte für die gesamte Zeit der IGA. Vom 25. April bis zum 12. Oktober 2003 hatten wir an vier Tagen in jeder Woche von 10.00 bis 18.00 Uhr die Kommandobrücke geöffnet. Nach vorheriger Anmeldung wurden auch Führungen außerhalb der Zeiten durchgeführt. Diese Führungen wurden hauptsächlich von Schulklassen, Reisegruppen, aber auch von Ingenieurvereinen und zum Abschluss von vierzehn Rostocker Uhrmachermeistern genutzt. Auch Seeleute vom Verein der DSR-Seeleute aus Freiberg, die nie auf einem Typ IV-Schiff gefahren sind, ließen sich durch den Dampfer führen.

Viele Fragen wurden zum Ladegeschirr, der Ladung, den Hauptmaschinen und den Lebensbedingungen an Bord gestellt. Welche Routen befuhren diese Schiffe, wieviel Besatzung war an Bord und warum soviel, weshalb fuhr die "Dresden" nur so wenige Jahre, wo sind die anderen Schiffe geblieben, was wird nun aus dem Traditionsschiff nach der IGA? Die Fragen zum Schiff und den Reisen der Vergangenheit konnten wir fast immer beantworten, die Frage nach der Zukunft des Schiffes leider nicht.

Auf der Kommandobrücke war ein ständiges Kommen und Gehen. Im Durchschnitt liefen täglich fast 2000 Besucher über das Schiff. Ein großer Teil davon war auch auf der Brücke. Da gab es laufend Fragen zu beantworten, die sich ständig wiederholten. "Hier steht immer Kapitän, aber wo schläft der Kapitän?", das war oft der erste Satz, mit dem die Besucher die Brücke betraten. Der Maschinentelegraph, die Ruderanlage und andere technische Einrichtungen mussten erklärt werden. Oft wurde die Brückeneinrichtung auch mit der Brücke des "Traumschiffes" aus dem Fernsehen verglichen. Es musste also viel erklärt und aufgeklärt werden.

Wir hatten in weiser Voraussicht ein Informationsblatt mit allen wichtigen Daten des Schiffes angefertigt. Mit unserem Vereinsstempel versehen, war es ein begehrtes Souvenir. Ein schönes Foto vom Schiff im Panoramaformat, ebenfalls mit Schiffsstempel, verkauften wir fast zum Unkostenpreis. Von den Fotos gingen 4425 Stück und von den Infoblättern über 1700 Stück an die Besucher. Mit den Spenden für unseren Einsatz und dem Erlös aus dem Fotoverkauf konnten wir ueber 400 Euro auf unser Vereinskonto einzahlen.

Zwei dicke Gästebücher, die wir leider erst ab Juli auslegten, wurden mit überwiegend lobenden Eintragungen für die IGA und unsere Vereinsarbeit vollgeschrieben. Nicht nur Gäste aus allen Ländern der Bundesrepublik, sondern aus vielen Staaten der ganzen Welt haben sich in unsere Bücher eingetragen.

Wir haben mit unserer Arbeit während der IGA das Traditionsschiff, unseren Verein und auch die Stadt Rostock weltweit bekannt gemacht. Mit diesem guten Fazit sind wir zufrieden, denn unser ehrenamtlicher Einsatz hat uns viel Freude bereitet und uns auch viele neue Freunde gebracht.

Reinhard Lachs (Vorstandsmitglied), 2003

   
Bilder von Margit und Gunter Hagemann:
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Adolf Hirschel grüßte mit seinen Bildern alle, die ihn kennen, von der IGA.
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Burkhard Elies' Bilder vom "Tradi" zur IGA 2003
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Besuch aus Sachsen, Mitglieder des DSR-Seeleute e.V. Freiberg auf dem "Tradi"
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Kpt. Norbert Schmidt's Bild von der IGA im September 2003
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Ba's Bilder vom Vereinsbesuch auf der IGA im Oktober 2003
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Zum Schwimmkran "Langer Heinrich" (1905, r.u.) vgl. Schifffahrtsmuseum Rostock fremdlink.gif oder Wikipedia fremdlink.gif.

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Erste Zusammenfassung von
a) Bericht "Zur IGA 2003": Typ IV-Fahrensleute e.V. Rostock, 2003/2009
b) Fotos "Auf der IGA 2003": Typ IV-Fahrensleute e.V. Rostock, 2003/2007/2008
Fotos: Fam. Hagemann (8), A. Hirschel (9), B. Elies (10), Verein (1 Montage), N. Schmidt (1), ABa (7)
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"TRADI & IGA 2003": Seeleute Rostock e.V., Dez. 2014

   

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Museumsnacht 2005

Die "Lange Macht der Museen" am 05.11.2005

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Bei einem Stammtisch des Vereins der Typ IV-Fahrensleute wurden letzte Absprachen für die "Lange Nacht der Museen" 2005 vorgenommen.
Am Tage des Events wurden die Besucher sogar mit einem Oldtimerbus bis vor das Traditionsschiff gefahren. In der Veranda (O-Messe) wurden Geschichten von der Seefahrt vorgelesen, aber auch eigene Erlebnisse erzählt. Leider machten die Veranda und die O-Messe ohne Gardinen und etwas maritimer Ausstattung wenig her. In der Kapitänskammer konnte man das ganz, ganz kleine Maschinentelegrafenpatent machen. Im Herzen des Traditionsschiffes wurden die Abläufe der Maschinen- und E-Anlagen erklärt. Im Museum wurden die schönen Exponate bewundert.

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Beitrag, Fotos: Typ IV-Fahrensleute e.V. Rostock, 2005
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"Museumsnacht 2005": Seeleute Rostock e.V., 2009

   

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Fotoshows teilweise mit Shadowbox, © 2007-2010 M.J.I. Jackson
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Zusammenfassung "Glocke, IGA & Geschichten": Seeleute Rostock e.V., Januar 2016

   

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  11.01.2016  
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