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Rolf Beckert, Chemnitz

Störtebeker-Restaurant

(vgl. "Tradi" und Typ-IV)


Früher einmal, so um 1976, besuchte ich mit meiner Familie das

Traditionsschiff.

Meine Kinder sollten sehen, wo und wie Papa als Seemann gewohnt hat. Es war beeindruckend. Natürlich auch für mich. War ich doch ein ehemaliger Typ IV-Fahrer. Leider waren die Räume des Achterschiffes für Besucher nicht freigegeben. Dort war eine Jugendherberge oder so ähnlich.

Lieber Leser, zu diesem Zeitpunkt, als ich meinen Kindern mein Schiff zeigen wollte, am Beispiel des Traditionsschiffes, fuhren doch "meine" Schiffe, auf denen ich gefahren bin, noch. Mein erstes Typ IV-Schiff, die "GERA" fuhr bis 1980 für die Deutsche Seereederei Rostock, und mein zweites, die "FREUNDSCHAFT" bis 1977. Ich konnte mit Stolz sagen: Mit so einem Schiff, Typ IV, war ich in Antwerpen, Frankreich, Alexandria, Suezkanal, Colombo, Trinkomalee, - Luft holen - Indien, Ostpakistan, Kambodscha, Vietnam, Korea, China ...

Für meine kleinen Kinder war das zu weit ausgeholt, aber es stimmt.


Hier die Episode:

An Bord des Traditionsschiffes war damals eine Gaststätte.

Das "Störtebeker-Restaurant"

Mit vielen weiteren hungrigen Gästen warteten wir vor dem Eingang des "Störtebeker", um uns "Platzieren" zu lassen.

Das Platzieren funktionierte etwa so. Sagen wir einmal, es wurden fünf Tische frei. Vom Einlass-Chef wurden nun fünf Personen eingelassen. Natürlich waren die Drängler wieder vornedran. Wenn die fünf Personen jeweils einen dieser fünf Tische belegt hatten, konnten sie ihre Familien oder ihre dazugehörigen Leute an diese Tische heranholen. Unter Aufsicht eines Obers.

In dem Gewühl ist unser Großer, unser Sohn, er war damals 10 Jahre alt, in den Speisesaal hineingedrängt worden. Auch er hatte jetzt natürlich "alle Rechte". Ein Kellner kam mit ihm an den Eingang: "Wer gehört zu diesem Jungen?" "Ja, hier, wir..." "Bitte schööööööööööööön."      Clever, fein gemacht.

Schön war in der Gaststätte das Ambiente im Look "Seefahrt". Die Säulen waren mit dicken Leinen umwunden. Ich hatte ein bissel Fernweh.

 

Herzlichen Dank an Rolf für seine Schilderung eines Tradi-Besuches!

   


Der Raum an Bord - damals und heute:

Der Raum auf dem "Tradi" 2013 bzw. 1972 (Bewege die Maus über das Foto zum Wechseln des Bildes.)
Die Stirnwand ist der Entwicklung der Schifffahrt gewidmet.

Ticket 1976 - zünftig und top:
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Ticket 2009 - blumig und flop:
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Repros und Präsentation der Eintrittskarten: ABa, Hamburg


"Störtebeker-Restaurant": Seeleute Rostock e.V., Dezember 2009

   

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  05.01.2015  
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